Impulse für deinen Wandel
Hier findest du inspirierende Texte über Achtsamkeit, weibliche Veränderungsprozesse und persönliches Wachstum.
Weniger Selbstoptimierung. Mehr echte Verbindung!
Überall wird uns um die Ohren gehauen, was wir noch tun sollten, um die optimale, beste, tollste Version unseres Selbst zu werden. Um heiler, schöner, gesünder, "echter" und erleuchteter zu werden.
Das Dogma der Selbstoptimierung
verlangt viel von uns: eine Morgenroutine. Noch ein Retreat. Noch ein Detox. Noch ein Healing-Programm. Noch mehr Arbeit an uns selbst.
Spiritualität ist zum inneren Leistungssport geworden
und ein weiterer Bereich, in dem Frauen sich miteinander vergleichen, gegenseitig abwerten und verurteilen sollen.
Meditieren. Manifestieren. Loslassen. Heilen.
Und dabei bitte gut aussehen. Familie und Job mühelos wuppen.
Immer mehr Frauen sind davon müde. Göttin sei Dank!
Müde davon, ständig das Gefühl zu haben, doch noch nicht angekommen zu sein.
Doch noch nicht heil genug. Nicht achtsam genug. Viele von uns erleben damit verbunden sehr schmerzhafte Gefühle von Scham und Trauer. Weil wir es nicht gepackt haben, weil wir versagt haben. Bei allen anderen sieht es doch so leicht aus. Und vielleicht können wir uns auch das siebte Retreat des Jahres einfach nicht mehr leisten.
Wir brauchen das nicht mehr!
Knallharte Selbstoptimierung in hübscher Verpackung dient uns nicht. Echte Verbindung entsteht durch sehr leise, unspektakuläre Gesten.
Achtsamkeit ist freundlich, zärtlich und sehr sehr einfach.
Sie braucht keinen Druck, keine Erwartung, keine Leistung und keinen Luxus. Das tiefe Wesen der Achtsamkeit ist, sich mit dem zu verbinden, was da ist.
Verbindung und Heilung geschieht genau in dem Moment, da wir unsere Müdigkeit spüren, unsere Angst, unseren Zweifel, unsere Erschöpfung. Und sie wirklich wahrnehmen und dabei bleiben.
Wenn wir beginnen, zu meditieren - nicht um besser zu werden, sondern um zu verstehen, warum wir ständig besser werden wollen.
Ich lade dich sehr herzlich ein, dich dieser sehr schlichten, liebevollen und ehrlichen Form von Spiritualität zuzuwenden.
Von Herzen, Margit
Wieder ins spüren kommen
Viele Frauen haben früh gelernt, stark zu sein.
Sich zu kümmern. Durchzuhalten. Für andere da zu sein.
Und oft funktioniert das über viele Jahre erstaunlich gut.
Bis wir irgendwann leise oder manchmal auch sehr deutlich merken:
So wie bisher geht es nicht mehr weiter.
Vielleicht fühlst du dich häufiger erschöpft.
Unruhig. Innerlich angespannt.
Vielleicht fällt es dir schwer, wirklich zur Ruhe zu kommen, weil Anstrengung und Überforderung dein neues Normal geworden sind.
Oder du hast das Gefühl, dich selbst irgendwo auf dem Weg verloren zu haben. In Situationen dauerhafter Überlastung wird es schwer, Schönes zu genießen. Freunde treffen, etwas Unternehmen, auch Beziehung und Intimität werden irgendwie fremd.
Gerade Frauen in der Lebensmitte erleben oft einen tiefen inneren Wandel.
Der Körper verändert sich, Bedürfnisse werden spürbarer und vieles, was lange funktioniert hat, passt plötzlich nicht mehr.
Was für ein großes Glück!
Tatsächlich dürfen wir den Moment des "Zusammenbruchs" - so schmerzhaft und unangenehm er auch sein mag - als eine Einladung wahrnehmen.
Eine Einladung, wieder mehr zu spüren:
den eigenen Körper, die eigene Wahrheit, die eigenen Grenzen und Sehnsüchte.
Vom Funktionieren ins Spüren zu kommen bedeutet nicht, alles hinter sich zu lassen.
Es bedeutet, liebevoller mit sich selbst zu werden.
Weicher. Ehrlicher. Achtsamer. Zärtlicher.
Keine Angst!
In dem Moment, da wir unsere Erschöpfung und Überforderung bewusst wahrnehmen, ist der neue Weg eigentlich schon geebnet. Und den darfst du ganz langsam, in ganz kleinen Schritten und in deinem ganz persönlichen Tempo gehen. Oft braucht es keinen großen Umbruch. Du musst nicht auswandern, die Scheidung einreichen oder sofort deinen Job kündigen.
Beginne erstmal zu atmen.
Lass dich immer wieder ein auf Augenblicke der Stille. Gib deinem Inneren Raum. Lausche deiner eigenen Stimme und nimm dir erstmal einen Moment Zeit, um dich zu fragen:
Was fühle ich?
Was brauche ich?
Wonach sehne ich mich?
Beobachte, was auftaucht.
Das ist schon mal ein unglaublich mutiger Schritt, der einen echten Unterschied macht!
Von Herzen! Margit